Montag, 3. Juli 2017

*Rezension* Veronika Rothe - Hidden Hero: Verborgene Liebe

https://www.amazon.de/Hidden-Hero-Verborgene-Liebe-Veronika-ebook/dp/B06XC1PQ17/ref=pd_sim_351_4?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=85V8BBY5KWSJD6HGE74R
Verlag: Dark Diamonds
Seitenzahl: 415 Seiten
Erscheinungsdatum: 31. März 2017

Inhalt:
Lily Evans’ großer Traum, zu den Superhelden dieser Welt dazuzugehören, verwandelt sich in einen Albtraum, als sich herausstellt, dass ihre einzige übernatürliche Fähigkeit darin besteht, Blumen wachsen zu lassen. Anstatt in ihrer Traumstadt New York an der Seite von Hero, dem stärksten und heißesten Superhelden, den die Welt je gesehen hat, Verbrecher zu jagen, versauert sie in einer Kleinstadt und holt Kätzchen von den Bäumen. Aber das soll sich schon bald ändern, denn Lily will dem Senat der Superhelden – und Hero, versteht sich – beweisen, dass eine wahre Heldin in ihr schlummert. Dabei ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich damit wirklich begibt…

Rezension:
Ich hatte mal wieder Lust auf einen etwas anderen Fantasyroman und habe daher zu Hidden Hero gegriffen. Eine Superheldin, die keine wirklichen Kräfte und daher in einer Kleinstadt versauert klang nach etwas anderem als sonst.
Lily träumte schon immer davon eine Superheldin zu sein und als bei ihr mit 16 das Superhelden Gen gefunden wurde, ist sie überglücklich. Sie darf auf die Superheldenakademie, aber dort stellt sich heraus, dass sie nur Blumen wachsen lassen kann. Und dann auch nur ein paar Gänseblümchen und ihr Traum in New York Verbrecher zu jagen, verpufft. Sie bleibt in ihrer Kleinstadt, arbeitet in einem Blumenladen und träumt immer noch von New York. Als sie dann eine Möglichkeit sieht dort zu langen und sich zu beweisen, nimmt sie die Möglichkeit sofort an. Sie will allen zeigen, dass mehr in ihr steckt und begiebt sich in große Gefahr.
Lily war mir am Anfang noch sehr sympathisch, da ich ihre Frustration wirklich verstehen konnte. Ich wäre auch frustriert, wenn ich eine Superheldin wäre und eigentlich keine nennenswerten Fähigkeiten hätte und daher an eine Kleinstadt gebunden wäre, in der nie was passiert. Leider fiel mir irgendwann auf, dass mir ihr Charakter überhaupt nicht mehr gefiel. Sie war viel zu negativ und bemitleidet sich dauernd selber, sodass ich manchmal die Augen verdreht habe und von Lily sogar genervt war. Sie wollte unbedingt nach New York, aber ich hatte das Gefühl, dass sie nicht nur dort hin wollte um Menschen zu helfen, sondern um als Superheldin gefeiert zu werden. Sie wollte Anerkennung und Bewunderung und am besten auch noch Hero, den Superhelden, zu dem alle aufsehen.
Chris, der Super-Superheld war mir einfach zu perfekt. Er war sooo unglaublich gut aussehend, so stark, so begabt und so nett. Der perfekte Mann und das ohne Macken und Kanten und dadurch war er einfach langweilig. Alles an ihm war toll und er hatte einfach keine Fehler. Abgesehen davon verlor sich Lily bei jeder Gelegenheit in seinen Augen und bewunderte seinen tollen Körper und das auch beim Kampf, in dem es (eigentlich) ums Überleben geht. Irgendwann habe ich mich gefragt, was an ihm eigentlich so herausragend war.
Einige Sachen waren einfach sehr vorhersehbar und ich wurde einfach nicht gepackt, da ich mich gefragt habe, wann die Charaktere, das herausfinden, was ich schon längst wusste.
Der Schreibstil war ironisch und witzig, wenn es auch einfach zu viel war und zu gewollt wirkte. Einige Witze waren irgendwann auch nicht mehr lustig, weil es irgendwann gereicht hat und das einige auch noch erklärt wurden, hat dem ganzen etwas genommen.
Ich war leider nicht begeistert und trotz des Cliffhangers, werde ich nicht weiterlesen, dabei war der Prolog wirklich sehr vielversprechend. Die Protagonistin war mir nicht sympathisch, die Nebencharaktere teilweise zu blass und die Witze zu gewollt. Hidden Hero ist zwar ein etwas anderer Fantasyroman, aber leider nichts für mich.


3 von 5 Schmetterlinge für Hidden Hero

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