Freitag, 4. November 2016

*Rezension* Cody McFadyen - Der Menschenmacher

https://www.amazon.de/Menschenmacher-Thriller-Allgemeine-Reihe-Taschenb%C3%BCcher/dp/3404167759/ref=sr_1_9?ie=UTF8&qid=1478121640&sr=8-9&keywords=cody+mcfadyen
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 608 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2012
Originaltitel: The Innocent Bone

Inhalt:
Evolviere! - David starrt den Brief an, in dem nur dieses eine Wort steht, und schon kehren die grausamen Erinnerungen zurück: wie seine alleinstehende Mutter tödlich verunglückte, als er sechs Jahre alt war. Wie er zusammen mit zwei weiteren Kindern von einem Mann adoptiert wurde, den sie "Vater" nennen sollten. Wie dieser seine Adoptivkinder mit Brutalität und Grausamkeit dazu bewegen wollte, zu "evolvieren." Zwanzig Jahre später hat David sich zum angesehenen Schriftsteller entwickelt, doch die Schatten seiner Vergangenheit scheinen nicht ruhen zu wollen. Damals hatten die Kinder einhellig Vaters Tod beschlossen und sind ein großes Wagnis eingegangen. Hat Vater überlebt? Beginnt der Albtraum für David von Neuem?

Rezension:
Mit 6 Jahre wurde David nach dem Tod seiner Mutter adoptiert, zusammen mit Allison und Charlie. Sie sollen den Mann Vater nennen und viele Jahren, in denen die drei von 'Vater' gequält und misshandelt wurden, töteten sie ihn. Doch jetzt, 20 Jahre später scheint der damalige Albtraum voller Grausamkeit weiterzugehen.
Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen den drei Charakteren und man erfährt viel davon, was sie damals erlebt haben und wie brutal 'Vater' war. Man wird in die Geschichte hineingezogen, mit all den Schattenseiten, der häuslichen Gewalt (falls man es hier überhaupt noch so nennen kann) und den ganzen Emotionen, die alle drei in den ganzen Jahren erlebt haben.
Ich habe vorallem nach der ersten Hälfte, die so packend war, unglaublich viel von dem Buch erwartet, doch leider hat es sich in eine Richtung entwickelt, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte. Ja, das Buch war spannend und Ja, der Schreibstil hat mir gefallen. Nur hat es sich zum Ende dann doch etwas gezogen und die Richtung der Geschichte konnte mich nicht mehr richtig von sich überzeugen.
Das Buch ist für jeden Cody McFadyen Fan und auch jeden Thriller Fan zu empfehlen, da man an einigen Stellen innerlich erstarrt, so lebhaft werde die Szenen geschildert. Aber trotz allem hat das Buch seine Schwachstellen, die vorallem durch ein paar Logikfehler hervorgerufen werden und durch das etwas langatmige Ende.
Insgesamt wohl ein sehr interessantes Buch, dass mich mal wieder davon überzeugen konnte, wie grausam Menschen sein können. Ich weiß, dass dies eine fiktionale Geschichte ist, aber ich weiß auch, dass es immer jemanden geben wird, der genauso agiert. Die Welt ist grausam und genau das zeigt dieser Roman, der einen deprimiert und beklemmend zurück lässt.


3 von 5 Schmetterlinge für einen interessanten, aber doch sehr langatmigen Thriller

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen