Mittwoch, 20. April 2016

*Rezension* Tahereh Mafi - Zerstöre mich

http://www.amazon.de/Zerst%C3%B6re-mich-Roman-Tahereh-Mafi-ebook/dp/B00DYRURCW?ie=UTF8&keywords=tahereh%20mafi&qid=1460899129&ref_=sr_1_3&sr=8-3
Reihe: Shatter Me Bd. 1,5 (Zwischenband)
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 89 Seiten
Erscheinungsdatum: 23. August 2013
Originaltitel: Destroy Me

Inhalt:
In "Ich fürchte mich nicht" ist Juliette die Flucht aus den Fängen des Reestablishments gelungen – indem sie dessen Anführer Warner eine Kugel in die Schulter jagte. Sie glaubte ihn tot zurückzulassen, doch Warner ist nur schwer verletzt. Und nimmt den Leser in "Zerstöre mich" mit auf eine faszinierende Reise. Denn Warner scheint hassenswert – grausam, gefühlskalt, berechnend –, und ist doch voller innerer Zweifel, hin- und hergerissen zwischen seiner Erziehung durch seinen grausamen Vater und seiner tiefen Liebe zu Juliette, die er unbedingt wiedersehen muss – auch wenn Sie ihn offensichtlich verabscheut. Und so kämpft der noch geschwächte Warner zum einen darum, die Disziplin auf der Militärbasis aufrecht zu erhalten, während er andererseits mit aller Macht daraufhin arbeitet, Juliette wieder in seine Gewalt zu bringen. Bis sein Vater, Oberbefehlshaber des Reestablishments, in Warners Basis auftaucht. Und als Warner dessen Pläne für Juliette erfährt, wird ihm klar, dass er sich endgültig entscheiden muss …

Rezension:
Diese Kurzgeschichte setzt an dem Punkt an, nachdem Juliette Warner angeschossen hat. Warner hat nur eine Armverletzung und setzt alles daran Juliette und Adam zu finden. Dieser Zwischenband ist komplett aus seiner Sicht geschrieben, wie er sich nach Juliettes Flucht fühlt und wie sehr er sie zurückhaben möchte.
Man kann Warner nicht komplett hassen, denn er ist nur so geworden, weil sein Vater ihn dazu gemacht hat. Er empfindet mehr für Juliette, als er je gedacht hätte und dachte auch, dass sie sich immer wohler bei ihm fühlt. Es tut einem fast schon Leid, da man weiß, dass sie sich wegen Adam gut gefühlt hat. Fast. Er ist vielleicht nicht der Hauptbösewicht in der Geschichte, das ist für mich immer noch sein Vater, aber trotzdem fällt es schwer ihn zu mögen.
Mir gefiel aber sehr gut, dass die Autorin ihm Tiefe gegeben hat. Warner ist vielleicht nicht der sympathischste Charakter, aber wohl der interessanteste und vielschichtigste. Man weiß nie was er als nächstes tut und auch nicht was er bereit ist zu tun, um Juliette zurückzubekommen.
Ich denke, dass sich die deutsche Übersetzerin hier einen Fehler beim Umrechnen passiert ist. Ich bezweifle nämlich, dass Warner 1,75 ist und aus 55 Kilo Muskelmasse besteht. Das wäre extrem wenig und ich kann mir das nur schwer vorstellen, da 1,75 nicht besondern groß ist. Außerdem wenn er 55 Kilo wiegen würde, dann hätte er keine Muskeln und würde bestimmt gar nicht von seinem Vater respektiert werden (Obwohl er seinen Sohn allgemein nicht respektiert) oder könnte jemanden im Kampf besiegen. Ich finde das schon schade, weil dadurch hat man plötzlich ein Bild von Warner im Kopf was gar nicht passt und was die Autorin bestimmt auch nicht so haben wollte.
Trotzdem war es ein interessanter Zwischenband der Einsicht in die eine genauso gebrochene Person gibt, wie Juliette eine ist. Ein Mann, der von seinem Vater gequält wird und der es nie leicht hatte.


4 von 5 Schmetterlinge für Warners Geschichte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen